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 Herzlich Willkommen auf den Webseiten der
Weilheimer Tafel !

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Weilheimer Tafel versorgt rund 120 Kinder

Eva-Maria Muche vor dem Tafelladen         Weilheimer Tagblatt, 02. Januar 2019

Ende 2003 wurde die Weilheimer Tafel gegründet, 2004 folgte die erste Lebensmittelausgabe – anfangs noch in einer Garage. Heute versorgt die Tafel circa 350 Personen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren geht die Anzahl zurück, die Bürokratie wird dafür mehr.

Weilheim – „Rund 100 Kunden kommen jede Woche zur Weilheimer Tafel“, sagt Eva-Maria Muche, die sich seit Jahren für die Tafel engagiert. Damit werden ungefähr 350 Personen versorgt, sagt sie weiter, circa 120 davon seien Kinder. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren geht die Anzahl zurück. Der Grund ist für Muche dabei klar: „Der große Flüchtlingsstrom ist vorbei.“

Im Hinterhof der Weilheimer Apostelkirche werden die Lebensmittel im kleinen Laden der Weilheimer Tafel ausgegeben – für den symbolischen Betrag von einem Euro. Die Kunden sind in vier Gruppen aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Zeiten dran sind. Dadurch sollen lange Schlangen vermieden werden. Die Gruppen wechseln monatlich, sodass jede einmal als Erste und einmal als Letzte dran ist.

Die Kunden seien im Verhältnis weniger geworden, berichtet Muche. „Viele Flüchtlinge, die 2015 gekommen sind, haben mittlerweile eine Arbeit gefunden und sind nicht mehr Tafel-berechtigt“, erzählt sie. „Den größten Teil machen heute die Russland-Deutschen aus“, sagt die Koordinatorin. Diese kommen schon seit Jahren. Die Zahl der Einheimischen bleibe konstant. Für viele der Kunden geht es bei der Tafel nicht nur um die Lebensmittel. Sie nutzen den Termin für soziale Kontakte, kommen teilweise schon deutlich früher, um sich mit anderen zu unterhalten.

75 Ehrenamtliche sind derzeit für die Tafel tätig. Viele sind alle zwei Wochen im Einsatz. „Mal helfen hilft nicht“, so Muche. Ob Verwaltung, Fahrer, Ausgabe oder Kontakt zu den Lieferanten herzustellen, die Aufgaben sind vielfältig. „Primär sind die Ehrenamtlichen Rentner“, erzählt sie. So wie Eleonore Hommer. Sie ist seit 2004 für die Tafel aktiv. Neben dem sozialen Engagement sehe sie in der Tafel vor allem den Zweck, dem „Wegwerfwahnsinn“ entgegenzuarbeiten. Dass von den großen Supermärkten weniger weggeworfen werde, berichtet Muche. „Die Logistik der Supermärkte ist besser geworden“, sagt sie.

Eine Veränderung, die Muche innerhalb der Tafel bemerkt, ist der zunehmende Anteil an Bürokratie. Daher müssen mehr Mitarbeiter für Verwaltungsaufgaben abgestellt werden. Zudem macht die neue Datenschutzverordnung den Verantwortlichen zu schaffen. „Mit großem Aufwand müssen nun zahlreiche Formulare gescannt werden“, erzählt sie.

Eine besondere Zeit ist auch für die Tafelmitarbeiter und -kunden die Adventszeit. „Vor allem die letzte Ausgabe vor Weihnachten ist immer speziell“, sagt Hommer. Hier werden von den Schulen gespendete Weihnachtspäcken verteilt und kleine Aufmerksamkeiten angeboten. Für die Tafel-Mitarbeiter gibt es dann die ein oder andere Weihnachtskarte von den Kunden. „Die Mehrzahl der Kunden ist froh über die Tafel, ihnen merkt man die Dankbarkeit an“, erzählt Hommer.

Die Weilheimer Tafel verteilt jede Woche am Donnerstag von 13.30 bis 15 Uhr Lebensmittel an Bürger mit geringem Einkommen aus Weilheim und der näheren Umgebung. Voraussetzung dafür ist ein Tafel-Ausweis. Diesen erhält man bei den zuständigen Behörden, wenn man einen Arbeitslosengeld II-Bescheid, einen Sozialhilfe- oder Grundsicherungsbescheid oder aber einen Bescheid über Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz hat.
VON PHILLIP PLESCH (WT)

 
 
 
 
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